Samstag, 01. April

bis 09:00 Uhr:

Frühstück als Buffet im Interim.

09:00 bis 21:00 Uhr

Kinderbetreuung!

 

 

09.00 bis 12:00 Uhr

Bundesmitgliederversammlung der Ema.Li

12:00 bis 13:00 Uhr 

Mittagessen als Buffet im Interim.

13:00 bis 14:30 Uhr, 

Workshops 1 Teil

 

  • "Es ist wieder 5 vor Schandfrieden“ - neue geschichts -  revisionistische Verschwörungstheorien und ihre historischen Vordenker
  • "Denen eine Stimme gebe, die sonst nicht gehört werden" Über Emanzipatorische Kommunalpolitik
  • Widerstand gegen rechte Hausprojekte  – Kick them out!
  • Linke Antworten auf die Modernisierung der Arbeitswelt 

 

Anne Helm "Es ist wieder 5 vor Schandfrieden“ - neue geschichtsrevisionistische Verschwörungstheorien und ihre historischen Vordenker

 

Als “Schandfrieden” wurde der Versailler Friedensvertrag, der den 1.Weltkrieg beendete, in den 20er Jahren von deutschen Nationalisten bezeichnet.
Mit Verschwörungstheorien über das Weltjudentum, das Deutschland um seine rechtmäßige Führungsposition in Europa gebracht hatte, wurde schon damals Stimmung für den 2.Weltkrieg gemacht. Und heute - mehr als 70 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht - werden wieder kräftig Verschwörungstheorien rausposaunt und die Kapitulation versucht nachzuverhandeln. Die sogenannten Reichsbürger stehen längst nicht mehr als kuriose Sekte alleine mit der Position, Deutschland sei ein besetztes Land und das Grundgesetz nicht rechtsbindend. Gerade in der Finanzkrise und durch die global steigende Zahl von Menschen auf der Flucht, begegnen uns immer wieder geschichtsrevisionistischeVerschwörungsideologien, die ihren Ursprung in tief verwurzelten nationalistischen Propagandalügen haben. 
Um ihnen begegnen zu können ist eine historische Betrachtung lohnenswert. Und diese ist dabei erstaunlich unterhaltsam.
 

 

Siggi Seidel: "Denen eine Stimme gebe, die sonst nicht gehört werden"- Über Emanzipatorische Kommunalpolitik

 

Ob Erhalt von Stadtteilbibliotheken, Einrichtung von Zebrastreifen, Umwandlung von Ein-Euro-Jobs in sozialversicherte Arbeitsverhältnisse, Erhalt der Kinder – und Jugendarbeit, Abschaffung von Essensgeld in Kindertagesstätten oder Engagement gegen Privatisierungen – landauf, landab kümmern sich mehrere tausend Kommunalpolitiker*innen der LINKEN um die Sorgen der Menschen.
In der Vergangenheit wurde die Kommunalpolitik immer als reine „Spielwiese“ des Reformismus“ abgetan, aber inzwischen hat sich die Kommunalpolitik neben der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit zu einem wichtigen Pfeiler linker Politik entwickelt.
DIE LINKE muss mit ihrer Politik in den Kommunen den Gegensatz von dem, was möglich ist und dem, was Wirklichkeit ist, immer wieder aufdecken und eine andere Art von kommunalem Leben fordern. D. h. sie unterwirft sich nicht den von Europa-, Bundes-, und Ländergesetzen und den Vorgaben der Kapitallobby aufgezwungenen „Sach-und Sparzwängen“ und orientiert sich an den handfesten Interessen der abhängig Beschäftigten, Erwerbslosen, Rentner*innen und weniger begüterten Jugendlichen.
Wie kann eine Emanzipatorische kommunalpolitik, also eine Politik im Sinne der Schaffung einer umfassende kommunale Selbstverwaltung mit einer informierten und engagierten Einwohner*innenschaft – widerständigen und selbstbewußtenMenschen, aussehen? Dabei ist kein Platz für abgehobene Stellvertreter*innenpolitik, vielmehr geht es um ein Angebot an alle Menschen, die sich wehren wollen und sich wehren müssen, es gemeinsam zu tun

 

Widerstand gegen Rechte Hausprojekte – Kick them out!

 

Über 200 Häuser werden in Deutschland von rechten Gruppierungen als Immobilien für Schulungen, Treffen, Konzerte und als Wohnprojekte genutzt. Die meisten davon liegen im ländlichen Raum. Anders sieht die Situation in Halle (Saale) aus. Hier liegt das neue Schulungszentrum der Identitären. Im Haus sollen die Mitglieder und Unterstützer von Kontrakultur leben, arbeiten und politische Arbeit betreiben. Hier befindet sich auch ein Abgeordnetenbüro des AfD-Politikers Hans-Thomas Tillschneiders und ein Büro des Antaios Verlages. Mit diesem Zentrum soll Halle für die Identitären zum Ankerpunkt werden und die Stadt in ein neues Zentrum rechten Denkens verwandelt werden.

 

Doch der Widerstand schläft nicht. Seit bekannt ist, wer die neuen Bewohner der Adam-Kuckhoff-Straße 16 sind, haben sich antifaschistische Initiativen, Studierende der Universität und Anwohner*innen zusammen geschlossen um gemeinsam gegen das Projekt der Identitären vorzugehen. Wir wollen gemeinsam mit Organisator*innen des Widerstandes gegen das Haus der Identitären diskutieren, wie man gegen solche Hausprojekte vorgehen kann.

 Peter Laskowski: Linke Antworten auf die Modernisierung der Arbeitswelt

 

Ein Thema, das die Zukunft der Arbeitswelt, der Sozialsysteme, der ganzen Gesellschaft in der nächsten Zeit so tiefgreifend verändern und bestimmen wird, wie kaum ein anderes, kommt derzeit in den ganz großen politischen Auseinandersetzungen kaum vor: Die Digitalisierung. „Crowdsourcing“, „Cloudworking“, „Home-Office“ und „cyber-physical-systems“ sind nur einige Begriffe der neuen digitalen Arbeitswelt, die im Zuge von nichts geringerem als einer vierten industriellen Revolution oder kurz „Industrie 4.0“, bereits im Entstehen ist. Neue und schnellere Automatisierungsprozesse und die Fortschritte in Robotik sowie bei intelligenter Software eröffnen einerseits die Chance, den Menschheitstraum von einer vom Arbeitszwang befreiten und zugleich gerechte Teilhabe aller sicherstellenden Gesellschaft zu realisieren. Andererseits bergen sie die Gefahr der Massenarbeitslosigkeit und den bisherigen gesetzlichen Instrumenten der Mitbestimmung am Arbeitsplatz sowie den Tarifparteien drohen ihre klassischen Regelungsfelder, wie Arbeitszeit und Arbeitsentgelt, abhanden zu kommen. Wie kann diesen unaufhaltsamen Veränderungen begegnet und wirtschaftliche, soziale und politische Teilhabe und Mitbestimmung der Menschen am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft fortgeschrieben und weiterentwickelt werden? Wie können neue Technologien bei all dem eine progressive Rolle spielen und – ganz im marx’schen Sinne – zu einer progressiven Umwälzung der Produktionsverhältnisse beitragen? Wie abhängig, wie kollektiv-, wie selbstbestimmt wollen wir künftig arbeiten und wollen wir das überhaupt? Wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen der Weg für eine zukunftsfähige, solidarische und teilhabeorientierte Reform der Sozialsysteme jenseits von Arbeitszwang und Arbeitsfetisch?

 

14:30 bis 15:00 Uhr

Kaffeepause

15:00 bis 16:30 Uhr

Workshopphase 2

        

  • "Männer müssen Funken schlagen, Frauen ihre Flammen tragen", Antifeminismus der "Neuen Rechten"
  • "Ein Leben ohne Feminismen ist möglich, aber sinnlos." Linke Perspektiven einer emanzipatorischen Klassenpolitik
  • Emanzipation und emanzipatorische Politik
  • Podium: Die Zukunft Linker Wohnungsbaupolitik

 

 

Anne Helm: Männer müssen Funken schlagen, Frauen ihre Flammen tragen - Antifeminismus der "Neuen Rechten"

 

In der rechten Ideologie haben Frauen vor allem dem Volkserhalt zu dienen. Das ist nichts Neues. In der sogenannten „Neuen Rechten" propagieren Frauen diese reaktionäre Geschlechterordnung nun aber zunehmend selbst aktiv in der ersten Reihe.
Wir porträtieren einige der antifeministischen Akteurinnen der "Neuen Rechten". Von den ultrakonservativen Abtreibungsgegnerinnen wie Beatrix von Storch und Eva Hermann, über die Galionsfiguren der Identitären Bewegung, die in der ersten Reihe die Fackeln tragen und auf YouTube Flechttutorials für völkische Mädels anbieten, bis zu den Führerinnen wie Marine le Pen.
Wir wollen uns aber auch intensiver mit ihren geistigen Müttern der völkischen Bewegung des 19ten und 20ten Jahrhunderts, auf die sie sich berufen, auseinander setzen.
Die Analyse der Strategien, mit denen diese Ideologie an die (bevorzugt junge) Frau gebracht wird, soll uns helfen Gegenstrategien zu entwickeln und uns für unseren Kampf um Befreiung wappnen.

 

Handrea Enkel  und andere "Ein Leben ohne Feminismen ist möglich, aber sinnlos." - Linke Perspektiven einer emanzipatorischen Klassenpolitik.

 

Streikbewegungen bei Amazon, der Post, in Kitas und Krankenhäusern oder Proteste gegen steigende Mieten werfen die Frage nach verbindenden Perspektiven auf. Welche Interessen haben beispielsweise Lagerarbeiter*innen und solo-selbstständige Grafiker*innen gemeinsam? Prekäre Beschäftigung und vielfältige Lebensstile erfordern eine neue Interpretation des Klassenbegriffs. Dabei dürfen Faktoren wie Behinderungen, ethnische und soziale Herkunft sowie Gender und sexuelle Orientierungen nicht gegen marxistische Klassenpolitiken ausgespielt werden.
 
Laut Programm ist DIE LINKE eine "sozialistische und feministische Partei, die patriarchale und kapitalistische Verhältnisse überwinden will.“ In der Theorie ist demnach der unabdingbare Zusammenhang von feministischen Forderungen und Klassenkampf erkannt. Trotzdem spielt das Streben nach Emanzipation weder innerhalb der Partei DIE LINKE noch in der Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Positionen eine große Rolle. Der Versuch, mit Hilfe der Fiktion einer homogenen deutschen Arbeiter*innnenklasse verloren gegangene Wähler*innen zurückzugewinnen oder gar eine linkspopuläre Volksbewegung voranzutreiben, ist ein Irrweg. Eine Linke, die radikal-demokratische Transformationsprozesse befeuern will, muss zeitgemäße Alternativen benennen. In diesem Workshop wollen wir deshalb u. a. folgende Aspekte diskutieren:
  • Wie können wir Diversität innerhalb der Linken stärken und sichtbar machen?
  • Wie können Abwehrkämpfe gegen Rechtspopulist*innen so geführt werden, dass Verbindungen zwischen antirassistischen, feministischen und antikapitalistischen Bewegungen entstehen?
  • Welche politischen Aktionen bzw. Initiativen eignen sich, um die Entwicklung eines neuen Klassenbewusstseins konkret zu unterstützen?

 

Marco Pompe, Jana Tschurenev und Heiner Koch (Emanzipatorische Linke Berlin): Emanzipation und emanzipatorische Politik

 

Der Begriff Emanzipation (emanzipatorisch) ist im Aufwind, und nicht nur bei der Emanzipatorischen Linken in ständiger Benutzung. Eine Diskussion darüber, was Emanzipation für Ema.Lis bedeuten kann, wurde immer wieder vorgeschlagen und kann nun in diesem Workshop eine pragmatische, zielführende Form finden. Es werden einige kurze Absätze vorgestellt und diskutiert, die allgemeine Kriterien für emanzipatorische Politik formulieren. Wir versuchen dabei den politischen Alltag, aber auch die vielfältige Geschichte emanzipatorischer Bewegungen, sowie fundierte Sozialkritik zu berücksichtigen. Mit Blick auf die Arbeit an einem neuen Basis-/Grundsatzpapier, wird das Ergebnis des Workshops im Forum der Ema.Li veröffentlicht.
 
Textgrundlage: Warum Emanzipation?

 

Die Zukunft Linker Wohnungsbaupolitik
Alternative Wohnformen und Eigentumsmodelle oder Sozialer Wohnungsbau?
 
Podium in der Workshop Phase zu Gentrifizierung und Gegenkonzepte.
 
Gregor Mohlberg, Landesvorstand DIE LINKE BaWü, Angefragt
Katrin Lompscher, DIE LINKE, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, Angefragt
Vertreter*in Mietshäuser Syndikat Leipzig 
Moderation: Florian Bokor, Leipzig
 
Ist eine Verknüpfung von gemeinnütziger Ökonomie und selbstverwalteten Wohnstrukturen eine utopische Spinnerei oder eine machbare und notwendige Alternative zur marktförmigen Organisation des Wohnungsbaus?
Der drastische Mietanstieg in vielen Städten sowie Konflikte um Verdrängung haben die Wohnungsfrage zurück in die politischen Debatten und auf die Straße gebracht. Wie in kaum einem anderen Bereich unseres Alltags prallen hier existenzielle soziale Bedürfnisse und ökonomische Interessen einer marktförmig organisierten Wirtschaft aufeinander. Eine soziale Wohnungsversorgung – das zeigen die letzten 150 Jahre der kapitalistischen Urbanisierung – muss fast immer gegen private Gewinninteressen durchgesetzt werden.
Obwohl sich alternative Wohnprojekte und Baugruppen in den letzten Jahren einer wachsenden Beliebtheit erfreuen und in Medien und Politik eine verstärkte Aufmerksamkeit erfahren, gibt es gerade auch in linken Kreisen immer wieder Kritik an deren Exklusivität. Den eigentumsorientierten Baugruppen, die sich am Modell der sogenannten Bauherrengemeinschaften orientieren, wird vorgeworfen, relativ hohe finanzielle Zugangshürden aufzuweisen und somit nur etwas für wohlhabende Bürgerkinder zu sein. Alternative Wohnprojekte und kollektive Wohn- und Eigentumsformen wie zum Beispiel Genossenschaften zeichneten sich wiederum dadurch aus, dass sie nur bestimmte Milieus von Gleichgesinnten ansprechen würden.

 

17:00 – 18:00 Uhr 

Fraue*nplenum 
Zeitgleich: 
Referat über Sexismus, das sich an die Männlichen* teilnehmenden Richtet

 

 

Fraue*nplenum 

 

Die Planung, der Ablauf, die Inhalte der bisherigen Akademie sollen Reflektiert und daraus Anforderungen für die nächste Akademie abgeleitet werden.

 

Referat ohne Diskussionsteil über Sexismus, das sich an die Männlichen* Teilnehmenden richtet.


Warum zeitgleich zum Frauenplenum ein ein Referat über Sexismus, das sich ausschließlich an die Männlichen* teilnehmenden Richtet?
Frauen* müssen sich die ganze Zeit mit Sexismus auseinandersetzen, ob sie wollen oder nicht. Das darf auf keinen Fall zu zusätzlichen politischen Aufgaben führen, von denen Männer* befreit sind. Wir haben den Anspruch, das die Männer, während Frauen im Frauenplenum diskutieren, nicht zum Party Teil der Veranstaltung übergehen, sondern sich ebenfalls mit Sexismus auseinandersetzen. Darum dieses Referat. 

 

Referentin: N.N.

 

 

18:00 bis 18:45 Uhr

 

 

18:45 bis 19:15 Uhr

 

 

 

19:15 bis 19:30 Uhr

 

 

Abendessen als Buffet im Interim.

 

 

Erste Feedback Phase.

Die Planung, der Ablauf, die Inhalte der bisherigen Akademie sollen Reflektiert und daraus Anforderungen für die nächste Akademie abgeleitet werden.

Umbaupause

19:30  bis 21:30 Uhr

Podiumsdiskussion

Europa im Spannungsfeld von Neoliberalismus und Nationslismus

 

Der Neoliberalismus vollzieht seit Jahrzehnten als aktuelle Entwicklungsphase des Kapitalismus einen Siegeszug, der auch den letzten Winkel der Erde seiner zerstörerischen Marktradikalität unterwirft. Auf den ersten Blick könnte man meinen, eine globalisierte Weltwirtschaft böte keinerlei Anknüpfungspunkte für neofaschistische Ideologie und Politik. Aber dennoch macht sich europaweit eine zunehmende Popularität Neofaschistischer Parteien und Ideologien breit. Schaut man aber genauer hin, erkennt man, dass die Unterwerfung aller Lebensbereiche unter die Profitlogik und die Propagierung von Standortnationalismus für ein gesellschaftliches Klima sorgt, woran neofaschistisches Gedankengut anschlussfähig ist. 
Die Entwicklungen von Neoliberalismus und Neofaschismus verweisen auf einige zentrale Fragen: Was sind neoliberale, was neofaschistische Kernelemente und wie korrespondieren sie? Hat der Neofaschismus sich unter neoliberalen Bedingungen gewandelt? Modernisierungsverlierer*innen oder -gewinner*innen: An wen wenden sich die Rechten denn eigentlich? Wo macht sich der Neofaschismus zum Handlanger des Neoliberalismus? Wie wird es möglich, dass die Rechte als Gegner des Neoliberalismus auftritt und dabei auch linke Protestformen okkupiert?
Über diese Fragen wollen wir mit unseren Gästen bei diesem Podium Diskutieren.
 
Janine Wissler, Stelvertretende Vorsitzende DIE LINKE, Angefragt
Stefan Liebich, MdB Berlin
Oliver Höfinghoff, KoKreis der Ema.Li
Lucy Redler, Mitglied des Parteivorstands DIE LINKE, Angefragt
 
 

 

Ab 21:30 Uhr 

Die Party! Was sonst? Wir machen klar, das es beim Feiern nur eine Hedonistische Linke gibt, nämlich die Emanzipatorische Linke.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Emanzipatorische Linke