Samstag, 01. April

bis 09:00 Uhr:

Frühstück.

09:00 bis 20:00 Uhr 

 

Kinderbetreuung!

 

 

09.00 bis 12:00 Uhr

Bundesmitgliederversammlung der Ema.Li

12:00 bis 13:00 Uhr 

Mittagessen

13:00 bis 14:30 Uhr, 

Workshops 1 Teil

  • Das andere Gesicht von Überwachung

  • Bildung in Zeiten der Digitalisierung- Wenig Sinn und ganz viel "Friss-oder-stirb"?

  • Wie sollen wir unsere Botschaften in die die Welt senden.

 

 

Das andere Gesicht von Überwachung

 

 

Das gefährlichste an Überwachung ist nicht, dass eine Behörde meinen Pornogeschmack kennt.

Für Betroffene hat Überwachung ein ganz anderes Gesicht.

Der Grundsatz „Wer nichts zu verbergen hat, braucht keine Angst vor Überwachung zu haben“ trifft ganz besonders auf marginalisierte Gruppen nicht zu. Dafür muss weder etwas Verbotenes getan werden, noch braucht es dafür Überwachungskameras. Menschen, die nicht dem gewünschten Bild der Öffentlichkeit entsprechen, müssen mit sozialen Sanktionen, Ausschlüssen oder Gewalt rechnen.

Die vielzitierte „Schere im Kopf“ begleitet Homosexuelle, Rassismusbetroffene und eben Frauen* und Mädchen* tagtäglich. Frauen* wachsen seit Jahrhunderten damit auf, beobachtet und reglementiert zu werden. Wenn wir uns aber anschauen, wie Überwachung im politischen Mainstream diskutiert wird, bekommen wir den Eindruck, es handelt sich um ein Phänomen des 21. Jahrhunderts, das erst relevant wird, wenn es auch die weiße, heterosexuelle, cis-männliche Mittelschicht betrifft.“

 

 

Moderation: Peter Siemens (Ema.Li Niedersachsen, DIE LINKE)

 

Eike Schölgens (Lag Inneres und Recht, DIE LINKE Niedersachsen)

Vertreter*In BAG Netzpolitik DIE LINKE

Anne Helm (Mitglied des Abgeordnetenhaus Berlin DIE LINKE,  Ko-Kreis der Emanzipatorischen Linken)

Bildung in Zeiten der Digitalisierung - Wenig Sinn und ganz viel "Friss-oder-stirb"?

 

 

 

Was ist Bildung in diesem Jahrtausend? Können wir mit den Fragen und den Antworten von gestern die Probleme von morgen lösen?

„Am Morgen nach der Erfindung des Internets stand der Erste auf, um die Revolution des Lernens auszurufen. Jahrzehnte später haben wir alles an Technologie, das für die Revolution nötig erschien. Und alle Ziele grandios verfehlt.

Die Verheißungen blieben aus. Es kamen E-Learning anstelle von selbstbestimmtem Lernen, Friss-oder-Stirb-Apps anstelle von (De-)Konstruktionswerkzeugen, multimediale Vokabeltrainer anstelle von grenzenlosen Communities, statt Lernen für alle findet man Onlinekurse, die vorrangig für weiße, männliche Akademiker gemacht sind. Wir haben bunte YouTube-Videos, die das Schulfernsehen der 1970er Jahre kopieren. Wir besuchen den Massen-Onlinekurs statt den Massen-Hörsaal, Google statt die Bibliothek. Mit digitalen Schulbüchern können wir praktisch weniger anfangen als mit den analogen Vorgängern.“

Der digitale Wandel hat uns grandiose Chancen für selbstbestimmtes, kreatives, kollaboratives, kritisches und demokratisches Lernen gebracht. Wir haben sie nicht genutzt. Während wir über die Ausstattung der Schulen stritten, über Änderungen an Lehrplänen verhandelten, eigneten sich Schüler*Innen die neuen Medien ungezwungen an. So wird WhatsApp zum Spicken und Schummeln genutzt. Handykamera und Facebook werden eingesetzt, um Hausaufgaben auszutauschen. Skype wird für Gruppenarbeit und Hausaufgabenabsprachen genutzt. Außen vor bleiben alle, die diese Mittel nicht besitzen.

 

 

Moderation: Nils Merten ( Rosa-Luxemburg-Stiftung, DIE LINKE)

 

Maren Kaminski (Gewerkschaftssekretärin bei der GEW)

Norbert Schepers (Leiter des Bremer Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

 

Wie sollen wir unsere Botschaften in die die Welt senden?

 

Der Workshop soll Antworten und Ideen zur Frage geben, wie wir Botschaften nach außerhalb transportieren müssen und welche Medien, Mittel und Wege dafür notwendig sind. Auch ob uns die Menschen überhaupt grundsätzlich verstehen, oder wir sprachlich was ändern sollten (andere Begriffe, mehr Erklärungen etc.)

Außerdem soll es darum gehen, ob wir als Partei strategischer bei der Vermittlung von Inhalten vorgehen müssen. Stellt also die Frage, ob wir Parteitage bzw. sonstige „Events“ mit erhöhter medialer Aufmerksamkeit verstärkt dazu nutzen müssen, um Inhalte und Standpunkte zu vermitteln. Ebenfalls soll diese Thematik auch für die Arbeit im „parlamentarischen Alltag“ diskutiert werden. Wie reagiert man auf aktuelle Geschehnisse? Ist es wichtig auf sämtliche Vorgänge zu reagieren oder ist es wichtiger, sich auf einzelne Themen zu beschränken, um das eigene „Kernpfrofil“ zu stärken. Und welche Themen sind diese?

Zu Beginn wird es ein kleines Podium geben, mit kurzen Eingangsstatements der Teilnehmer*innen. Anschließend gibt es eine offene Diskussion mit dem Publikum, in der Fragen, Anregungen und Ideen entwickelt werden können.

 Für das Podium wurden Teilnehmer*innen gefragt, die mit dieser Fragestellung auch direkt in ihrer Arbeit zu tun haben.

 

Moderation: Oliver Höfinghoff( Ko-Kreis der Emanzipatorischen Linken)

 

Thomas Dudzak (Mitarbeiter Politikentwicklung/-beratung/Öffentliches Wirken, DIE LINKE. Sachsen)

Mark Seibert (DIE LINKE, Bezirksvorstand Friedrichshain-Kreuzberg)

 

 

14:30 bis 15:00 Uhr

Kaffeepause

15:00 bis 16:30 Uhr

2. Teil Workshops        

  • Alles ist im Fluss: Mehr Demokratie durch Digitalisierung?          
  • Refugees Welcome – und dann?        
  • Grüner Kapitalismus oder Ökosozialismus?

 

Alles ist im Fluss: Mehr Demokratie durch Digitalisierung?


In unserer Gesellschaft vollzieht sich ein ständiger Wandel der kommunikativen und sozialen Strukturen. Dieser Wandel wirkt sich nicht nur in sehr konkreter Weise auf unsere Lebensumstände als Privatpersonen aus, er ist auch ein wichtiger Faktor für die Entwicklung und den Aufschwung von innovativen Modellen für die politische Teilhabe als Bürger*innen. Bei der Nutzung der Digitalen Welt für demokratische Prozesse geht es nicht darum, einfach mehr direktdemokratische Beteiligung zu etablieren. Vielmehr sollen die Entscheidungsstrukturen im Allgemeinen und der Parlamentarismus im Besonderen verändert werden. „Ziel ist, die demokratische Teilhabe zu erhöhen, also möglichst viele Menschen am politischen Prozess zu beteiligen – ohne sie zu überfordern oder das Land Populisten anheimfallen zu lassen. Gelingt dies, so die Hoffnung, werde die Politikverdrossenheit sinken und sich Entscheidungen wieder vermehrt an den Interessen der Bürger orientieren.“


Moderation: Peter Laskowski (Ko-Kreis Emanzipatorische Linke)


Daniel Schwerd ( MdL NRW, DIE LINKE NRW)
Stephan Urbach  (Autor und Netzaktivist, Mitglied der Ema.Li)
Vertreter*In BAG Netzpolitik DIE LINKE

 

 

Refugees welcome – und dann?


Nach der Ankunft der Geflüchteten in Deutschland geht es jetzt um die Durchsetzung und Stärkung ihrer sozialen Rechte, wie würdiges und bezahlbares Wohnen, Sprach- und Integrationsförderung, Bildung und berufliche Qualifikation, soziokulturelle und politische Teilhabe sowie um die Möglichkeiten, sich ein eigenes Erwerbseinkommen zu sichern. Damit werden Geflüchtete zu politischen Subjekten, die selbst über ihr Leben und ihre Zukunft entscheiden wollen. Wie können wir dies unterstützen und die Selbstorganisation von Geflüchteten vorantreiben?

 

Moderation: Fares Rahabi (Ema.Li Niedersachsen, DIE LINKE)

 

Katharina König (MdL Thüringen, DIE LINKE)
Liam Harrold (Grüne Jugend Niedersachsen)
Anne Helm (Mitglied des Abgeordnetenhaus Berlin DIE LINKE,  Ko-Kreis der Emanzipatorischen Linken)

 

 

Grüner Kapitalismus oder Ökosozialismus?


„Gegenwärtig scheint nur ein Projekt kapitalistischer Krisenbewältigung langfristig hegemoniefähig zu sein, das die dafür nötigen Ressourcen, Akkumulationsdynamiken und Konsenspotenziale hervorbringen könnte: Ein Green New Deal, eine Periode eines grünen Kapitalismus. Es gilt, von links Positionen zu entwickeln, die auf die Widersprüche eines solchen Herrschaftsprojekts verweisen und interventionsfähig sind.“

 

Moderation: Siggi Seidel (Ema.Li Niedersachsen und Ko-Kreis der Ema.Li, DIE LINKE)

 

Berit  Schütze (Grüne Jugend Niedersachsen) 
Ulrich Schachtschneider (Rosa-Luxemburg-Stiftung, DIE LINKE)

Dorothèe Menzner (Ema.Li Niedersachsen und Ko-Kreis der Ema.Li, DIE LINKE)
Peter Meiwald (MdB Die Grünen)

 

17:00 – 18:00 Uhr 

Fraue*nplenum 
Zeitgleich: 
Referat über Sexismus, das sich an die Männlichen* teilnehmenden Richtet

 

 

Fraue*nplenum 


Die Planung, der Ablauf, die Zusammensetzung Podien, die Inhalte der bisherigen Veranstaltungen sollen Reflektiert und daraus Anforderungen für die nächste Akademie abgeleitet werden.

 

Referat über Sexismus, das sich an die Männlichen* Teilnehmenden richtet.


Warum zeitgleich zum Frauenplenum ein ein Referat über Sexismus, das sich ausschließlich an die Männlichen* teilnehmenden Richtet?
Frauen* müssen sich die ganze Zeit mit Sexismus auseinandersetzen, ob sie wollen oder nicht. Das darf auf keinen Fall zu zusätzlichen politischen Aufgaben führen, von denen Männer* befreit sind. Wir haben den Anspruch, das die Männer, während Frauen im Frauenplenum diskutieren, nicht zum Party Teil der Veranstaltung übergehen, sondern sich ebenfalls mit Sexismus auseinandersetzen. Darum dieses Referat. 

 

Referentin: Jutta Meyer-Siebert (Redaktion "Das Argument – Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften")

 

 

18:00 bis 18:30 Uhr

 

 

Abendessen

18:30 Uhr bis 20:30 Uhr 
Podiumsdiskussion

Linke Perspektiven der Digitalen Revolution

 

Die digitale Revolution eröffnet neue Welten und sprengt alte Dimensionen. In ihr steckt das Potential nie gesehenen gesellschaftlichen Reichtums aber auch der offenen und subtilen Beseitigung von Rechten sowie von Kriegen ungekannter Bösartigkeit.
Und genau diese Äquivalenz macht es notwendig, die Digitale Revolution und ihre Folgen zu begreifen und in ihrer Totalität zu erfassen. Auf all die daraus entstehenden Fragen hat keine ernstzunehmende Partei bisher schlüssige Antworten gefunden.
Ja, im Gegenteil: Oftmals haben sie nicht einmal die richtigen Fragen gestellt, die es ihnen ermöglicht, sie zu verstehen.

 

Moderation: Peter Laskowski (Ko-Kreis Emanzipatorische Linke)
 
 Julia Reda (Mitglied des Europäischen Parlaments, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Grüne/EFA, Mitglied der Piratenpartei)

 Daniel Schwerd ( MdL DIE LINKE NRW)

Vertreter*In BAG Netzpolitik
Roman Grussu (Betriebsrat bei Volkswagen Financial Services)
Katharina König (Angefragt, da sie zeitgleich einen Termin in Jena hat, MdL Die Linke, Thüringen)

 

Ab 21:00 Uhr 

Die Party! Was sonst? Wir machen klar, das es beim Feiern nur eine Hedonistische Linke gibt, nämlich die Emanzipatorische Linke.

 

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